Start geglückt

Wir waren schon auf alles vorbereitet am Flughafen von in Buenos Aires: keine Bikes angekommen, zermalmte Schachteln auf dem Gepaecksband... usw. Wir waren also sehr erleichtert, als unsere fein-saeuberlich verpackten Trettesel und das Gepaeck schon bereit stand, kaum sind wir aus dem Flieger ausgestiegen. Nach einer etwas umstaendlichem Transport aus dem Flughafen entschieden wir uns fuer die sichere Variante (wie koennts auch anderst sein;-)) und fuhren mit dem Bus aus der Stadt heraus. So konnten wir ganz entspannt mal die Lage abchecken, Strassen und Verkehr. Zu relaxt - ich habe den ganzen Weg bis nach San Antonio geschlafen.

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Dort angkommen, packten wir bei der Bushaltestelle unsere Velos aus und innert kurzer Zeit war alles abfahrbereit. Und schon lernten wir Argentinien von seiner besten Seite kennen: ein ruhiges Staedchen, private Unterkunft bei einer netten Señorita, ein halbes Kalb a point zum Znacht. Wir konnten den ersten Tag auf dem Velo kaum erwarten!

Tag 1 auf dem Velo:

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Super Strassen, nicht sehr viel Verkehr, schoene Landschaft, Rueckenwind - wir waren eigentlich auf ganz anderes gefasst. So ging es also an unserem ersten Tag auf dem Velo zuegig voran. Mit Rueckenwind brachten wir die 122 km locker leicht hinter uns - naja, bei den letzten 20 merkten wir dann langsam dass unsere Hintern sich schon noch auf die Strapazen einstellen muessen. Das Navigieren ist hier auch kein Problem, denn Abzweigungen gibt es kaum und "Kurven" (auch wenn sie kaum bemerkbar sind) werden immer mit grossen Schildern schon 300m vorher mit "Achtung Kurve" angekuendigt.

Velotag 2:

Von Pergamino bis Hughes sind es 80 km. Ein etwas muehsamer Seitenwind hat uns geplagt und wir wollten uns nicht schon zu sehr ausgeben. Ab Mittag wird es in der Pampas sowieso zu heiss - so sind wir dann gleich nach dem Mittagessen in unsere Unterkunft eingecheckt - eine ziemlich verkommene Bleibe, die einzige die es gab in diesem Kaff (was wir bis dahin noch nicht wusseten: es handelt sich eigentlich um ein Stundenzimmer). Der Hausherr hat aber nicht schlecht gestaunt und das restliche Tagesprogramm fuer uns durchgeplant. Wir sind ueberwaeltigt von der Freundlichkeit der Leute. Eigentlich werden wir sofort an jeder Strassenecke angesprochen, sobald wir einen Fuss absetzen.

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Ein paar Anpassungen waren nach den ersten Tagen dann doch noch noetig...

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Trotz allem, das radeln ist uns verleidet und wir haben kurzerhand die Bikes gegen einen schicken Merz eingetauscht. Guter Handel, oder? Nein, das stimmt natuerlich nicht. Wir wurden hier ein bisschen in der Provinz rumgefuehrt und jensten Leuten vorgestellt...

Velotag 3:

So schnell kanns gehn. Wir haben uns schon das erste Mal ueberanstrengt. Nicht einmal aus Uebermut, sondern es war gar nicht anderst moeglich. Vor Mittag entschieden wir uns noch in die naechste Ortschaft zu fahren (die 40km weiter der Rute 8 liegt). Wir haben aber nicht damit gerechnet, dass ein ziemlich starker Gegenwind ums fertig macht. Abwechselnd musste sich einer als Windschattenspender opfern, aber zu viel Sonne und Hitze habe den Windschattenfahrer sowieso auch getroffen. Schlussendlich mussten wir alle paar km pausieren und Energieriegel essen. Ganz unerwartet tauchte dann in diesem elenden Kaff eine kleine Oase auf, ein schoenes und sauberes Hotel! Wir sind jetzt 40km westlich von Venado Tuerto, ca. 410km westlich von Buenos Aires.