Über die Anden

Von Mendoza wollten wir nicht auf der ueblichen Rute zu den Anden fahren, sondern auf der wenig befahrenen Strasse via "Villa Suiza". Nach km 35 standen wir vor einer Tafel "Fondue, Bratwurst mit Roesti" just bei einem richtigen Schweizer Chalet. Der Hausherr machte uns darauf aufmerksam, dass unser Weg in einer Sackgasse enden wuerde. Gut, 20 km zuviel auf dem Tacho, aber wir kamen doch noch an unserem Tagesziel Portrerillos an. Kaum war das Zelt aufgestellt, war die parillade (Grillade) mit unseren "Nachbarn" (zwei Maenner mit ihren 3 kleinen Kindern) auch schon arrangiert. Wie das bei Argentinier so ist, hatten sie von allem viel zu viel dabei. Bis um 2 Uhr nachts haben wir ununterbrochen gegessen - FleischFleischFleisch - natuerlich mit gutem Wein aus Mendoza.

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Fuer den naechsten Tag wollten wir uns also nicht zuviel vornehmen, ein RiverRafting im Rio Mendoza am Vormittag und wir blieben eine Nacht laenger auf dem schoenen Camping. Zum Glueck, denn endlich sind wir den ersten Touristen begegnet - und erst noch gleichgesinnten. Zwei Fahrradler aus der Schweiz. Als naechstes kam wieder eine Grillade, wieder Fleisch, ein gemuetlicher Abend und viele interessante Geschichten und Tipps von Ruth und Marcel (liebe Gruesse in die Innerschweiz!).

Naechster Camping 53 km bergauf, das Gleiche von vorne: Grillade, Wein und Schweizer mit Jeep. Diesmal hatten wir aber kein Glueck. Das war die unfreundlichste Begegnung, die wir je auf Reisen hatten. Tobias hat sich darueber so sehr aufgeregt, dass er kaum noch ruhig schlafen konnte.

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Die zwei Tage bis zum Gipfel wurde es jetzt anstrengend. Bis Puente de Incas waren es ca 80 km z.T. mit starkem Gegenwind. Ab 2800 M.u.M gings dann nur noch bergauf, erstmals auch auf Schotter bis zum Cristo bei der Grenze zu Chile. Die Luft da oben war etwas duenner und der Wind kaelter als wir es uns gewoehnt waren.

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Wir freuten uns auf die Abfahrt. Ploetzlich kam aber so ein starker Gegenwind auf, dass wir sogar abwaerts treten mussten. Die ersten 2 h war das noch ok, aber dann waren wir schon etwas veraergert, vor allem wurde die Hitze wieder beinahe unertraeglich. Schlussendlich bleiben aber nur gute Erinnerungen an den Pass, sicher einer der Hoehepunkte unserer Tour mit beeindurckenden Aussichten, wunderschoene Panorama und Sicht auf den Aconcagua (6950)!

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Ankunft in Chile:

Tobias arbeitete in Spanien mit einem Chilenen zusammen, der uns die Adresse und Nummer von seiner Familie in Santiago gegeben hat. Seine Schwester Odilia hat schon fast besorgt auf unseren Anruf gewartet. Obwohl wir sie gar nicht kannten, wurden wir abgeholt uns sehr herzlich begruesst. Den ganzen Nachmittag verbrachten wir bei Odilia und ihren Eltern zum Mittag- und Nachtessen. Die Stadtfuehrung und der Besuch bei Freunden (die schon alle von uns gewusst haben) waren fuer uns sehr schoen.

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Nach einem Tag in Santiago, einer Stadt mit viel Verkehr uns Smog, wollen wir wieder weiter. Bis Talca haben wir den Zug gebucht, bis dort sei die Landschaft nicht interessant und Strassen nichts fuer Velofahrer.

Ach ja, und falls es im Text ein paar Schreibfehler hat - das koennte am PiscoSour liegen.