Nationalparks und Vulkane

Von Curacautin aus gings Richtung Parque National de Conguillio. Waehrend dem Aufstieg auf Schotter wurden wir bestens von der schoenen Landschaft abgelenkt. Mit dem schneebedeckten Vulkan Llaima als Ziel vor Augen.

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Im Nationalpark suchten wir uns an einem der tiefgruenen Seen ein ruhiges Plaetzchen fuer die Nacht und genossen die Ruhe.

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Der Vulkan war zuletzt im Januar 2008 aktiv und hat mit einem riesigen Lavastrom die Wege durch den Nationalpark zerstoert. Auf der neuen Schotterstrasse zu fahren war, wie wenn man eine bizarre Mondlandschaft durchqueren wuerde. Vom Nationalpark wollten wir dann Richtung Villarica weiterfahren (mit Sicht auf den Vulkan Villarica).

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Dass wir gerade bis nach Villarica kommen wuerden, haetten wir selber nicht gedacht. Es war auch ein harter Tag - 120km, davon 70 km auf schlechter (!) Schotterpiste mit giftigen Aufstiegen. Wir waren kaputt als wir im Torre Suiza (Unterkunft) ankamen. Von der Holperpiste waren Ruecken, Gelenke und vor allem die Muskeln strapaziert und wir BRAUCHTEN einen Tag Pause. Nichts haette da besser sein koennen, als stundenweise in einer wunderschoenen Therme rumzuliegen!

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Von Villarica aus galt es nun, den Pass Mamul Malal zu ueberqueren um wieder nach Argentinien zu kommen. Mit so gut ausgeruhten Beinen, schafften wir es bis fast zur Passhoehe noch am gleichen Tag, wo wir unser Zelt an einem verlassenen See platzierten.

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Wir fragten uns, ob's in Chile eigentlich Baeren gibt, oder ob Biber solche komischen Geraeusche machen... Top ausgeruht genossen wir die lange Abfahrt vorbei am Vulkan Lanin (3776) bis nach Junin de los Andes.

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Wir wurden zudem noch unterstuetzt von einem starken Rueckenwind. Die Strasse bog dann nach 80 km aber ungluecklicherweise Richtung Suedwesten ab und wir standen voll im Wind. Wir rechnteten schon aus, wie lange wir mit diesem langsamen Tempo fuer die restlichen knapp 40km noch brauchen wuerden. Und schon fuhr - wie ein Wunder - ein kleiner Lieferwagen ganz langsam mit Warnblinker vor uns, winkte, dass wir Windschatten fahren sollen. Und so "zogen" uns die zwei netten Herren mehr oder weniger bis nach San Martin de los Andes. Zwar mussten wir mit einem hohen Puls alles geben, damit wir den Anschluss nicht verpassten. Das nervige Gehupe von hinten (wir produzierten Stau) nahmen wir gerne in Kauf, schliesslich waren wir mindestens doppelt so schnell unterwegs, als ohne Windschutz. Wieso die beiden Herren einfach so mehr als eine Stunde uns Windschatten boten (sie waeren ja sonst schon in 15min an ihrem Ziel gewesen), koennen wir uns heute noch nicht erklaeren. Wir waren aber sehr froh. Kurz vor San Martin gabs noch starken Regen, der bis heute anhielt. Deshalb suchten wir uns auch ein Hostel, statt Camping - fuer zwei Naechte, statt fuer eine. So hat uns das Wetter also zum ersten Mal zu einer Ruhepause gezwungen.