Durch die Bergwelt Patagoniens

Grenzuebergang Chile-Argentinien: ein Trekking

Der Grenzuebergang zwischen Chile und Argentinien im Sueden war eine Herausforderung. Nach der 2,5h Bootsfahrt, wo wir ein paar Fahrradler getroffen haben, gings auf einem anspruchsvollen Bikeweg ca. 400hm bergauf. Auf der Passhoehe goennten wir uns eine gemuetliche Pause zusammen mit Wolfgang aus Bayern (mit dem wir ab hier weiterreisen). Fuer die naechsten Kilometer konnten wir die Fahrraeder hauptsaechlich stossen. Es wurde immer wilder: auf kleinen Pferdepfaden mussten wir das Velo durch den Wald schieben, Suempfe durchqueren auf Baumstaemmen Baeche ueberqueren usw. Irgendwann fehlten dann auch die Baumstaemme ueber die Baeche und wir wateten durchs Wasser.

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Am Lago de Desierto stellten wir unsere Zelte auf und genossen das unglaublich schoene Panorama des FitzRoy - wolkenlos! Die Nacht wurde eisig kalt und meine Fuesse blieben dauergefroren... Am naechsten Tag erwartete uns eine Spazierfahrt bei schoenstem Wetter. Noch nie haben wir so viele Fotostopps gemacht, aber nach jeder Kurve sah das Bergpanorama einfach noch besser aus.

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In El Chalten, ein kleines touristisches Kaff am Fusse des Cerro Torre und Fitz Roy suchten wir nach dem Studienkollegen von Tobias (Mirko) und fanden ihn in einem der besten Hotels. Wir wollten uns ja nicht lumpen lassen (und hatten ein bisschen Luxus auch mal wieder noetig) und checkten gleich im Nebenzimmer ein. Ein lustiger Zufall, dass wir Mirko und Martin hier in Patagonien getroffen haben! Wir wuenschen ihnen eine super Reise durch Suedamerika und geniesst die schoene Bergwelt;-). (v.r. Mirko, Wolfgang, Martin)

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Mit Wolfgang, unserer bayrischen Schoenwettergarantie, haben wir's immer lustig. Das Tempo auf dem Velo stimmt auch und so lassen wir uns mit dem Wind durch diese schoene Bergwelt treiben. Leider kommt der Wind nicht immer von vorne und auch schon gabs einen kurzen Regen, der wie Nadeln ins Gesicht piekt.

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So mussten wir bei einem Haus anfragen, ob wir in der Garage zelten duerfen. Einmal mehr wurden wir freundlich sofort ins Haus gewunken, mit Mate und einem guten Nachtessen versorgt. Das junge Paar erzaehlte uns von den Condoren, die auf einem Berg in der Naehe ihre Neste haben. Kurzentschlossen machten wir am Morgen mit Simon einen Ausflug zu diesen riesen Voegel (Spannweite bis zu 3.5 Meter!). Als Lockmittel brachten wir ihnen eine Toten Fuchs mit. Wir konnten 5-10 Meter an diese eindruecklichen Voegel herangehen und bekamen schon Huehnerhaut, als sie mit lautem Fluegelschlag zum Flug absetzten.

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Hier gibts ueberigens auch noch andere seltsame Tiere zu sehen: Guerteltiere, die vor den Fahrraedern durchsausen, wilde Lamas und eine Art Reh, die elegant ueber die Strasse springen (siehe Foto unten)

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Am Nachmittag gings dann auf dem Velo weiter, aber Tobias fuehlte sich schon seit dem letzten Abend nicht so wohl. Bei einer Pause am Strassenrand schlief er sofort ein und da uns noch fast 40km gegen den Wind erwarteten, hielt ich einen Pickup an. Wolfgang kaempfte sich auf dem Fahrrad nach Calefate waehrend Tobias im Pickup schlief und ich mit dem Fahrer plauderte.

Ziel erreicht: Calefate

Von anfang an war das Ziel unserer Reise Calefate und der Perito Moreno Gletscher. Mit knapp 4500 km in den Beinen, unzaehligen eindruecklichen Erlebnissen, einem Naturwunder nach dem andern und so vielen schoenen Bekanntschaften sind wir uebergluecklich mit unserer abenteuerlichen Reise. Tja, wir sind ein bisschen schneller vorangekommen als geplant und ausserdem sollte man nicht krank ans Ziel ankommen, mit den Velos auf einen Pickup verladen. Wir pedalen also noch ein wenig weiter richtung Sueden - alles was jetzt noch kommt ist Zugabe. Wir lassen uns ueberraschen und gehen es ganz relaxed an. Erstmals genossen wir den Tag am Perito Moreno - ein spekakulaerer Gletscher, der seinem Ruf mehr als gerecht wird!!!

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Prost!